VORSCHLAG DER EU KOMMISSION ÜBER DAS NEUE PROGRAMM "JUGEND IN AKTION" (2007-2013)
Für die Jugendarbeit in Europa soll deutlich mehr Geld in die Hand genommen werden. Damit kommt die EU-Kommission dem Wunsch des Europäischen Parlamentes nach. Die Europäische Kommission hat den neuen Vorschlag über das Programm "JUGEND in AKTION" vorgelegt. Es ist geplant, dass sich das Budget des Programms auf 915 Mio. Euro für den Zeitraum 2007-2013 belaufen soll.
Die Ziele des neuen Programms sind, die aktive Bürgerschaft junger Menschen zu fördern, Solidarität der Jugendlichen zu entwickeln sowie ein gegenseitiges Verständnis der Völker durch die Jugend-Zusammenarbeit weiter zu entwickeln. Dabei ist hervorzuheben, dass die wichtigsten Akteure aus dem Jugendbereich ihre eigenen Vorstellungen zur Ausgestaltung des Programms aktiv einbringen konnten.
Das Programm greift im Wesentlichen in Gebieten, in denen die Mitgliedstaaten nicht wirksam tätig werden können und umfasst fünf Aktionen: "Jugend für Europa" - mit einem Budget von 310 Mio. Euro, "Europäischer Freiwilligendienst" - mit 291,5 Mio. Euro, "Jugend für die Welt" mit 60 Mio. Euro, "Sozialpädagogische Betreuungs- und Unterstützungssysteme" - mit 198,9 Mio. Euro und "Förderung der politischen Zusammenarbeit" mit 20,151 Mio. Euro.
Das neue Programm unterscheidet sich im wesentlich vom laufenden, da es stark vereinfacht wurde um die Antragstellung zu entbürokratisieren. Es wird, z.B. durch eine, anstatt durch vier Haushaltslinien finanziert und die Projekte werden dezentral, also in jedem Mitgliedstaat, verwaltet. Der Europäische Rat muss sich jetzt entscheiden nicht mehr an der falschen Ecke zu sparen um die Jugend für Europa zu gewinnen. Die Erwartungen die Jugendlichen müssen einfließen und ihnen muss die Möglichkeit gegeben werden, sich stärker in unsere Gesellschaft einzubringen.
Lissy Gröner, MdEP Berichterstatterin zum Weißbuch JUGEND
07/2004
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